
Der Seidenreiher


Der in Europa am weitesten verbreitete „Weißreiher“
Im Prachtgefieder weist er lange Federn am Hinterkopf, an den Schultern und zu beiden Seiten des Schwanzes auf.
Er ist an seinem schwarzen Schnabel und seinen schwarzen Beinen, seinen gelben Füßen und seinem schlanken Körper mit weißem Gefieder zu erkennen. Er unterscheidet sich vom Kuhreiher durch die Farbe seines Schnabels (beim Kuhreiher ist dieser gelb).
Diese von Natur aus gesellige Art nistet in Kolonien zusammen mit anderen Reihern in Bäumen. An einem einzigen Baum können sich mehr als 20 Nester befinden, oft nur 75 cm voneinander entfernt. Der Seidenreiher nimmt in Frankreich zu und erobert dort neue Gebiete, kann jedoch durch die Beeinträchtigung von Feuchtgebieten und sehr kalte Winter eingeschränkt werden.
In Lothringen ist er im Sommer zu beobachten, brütet dort jedoch noch nicht.
Der IUCN-Status
Schutzstatus der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN)
Die Merkmale
Egretta garzetta
Ardeidae
500g
Von 55 bis 95cm
Feuchtgebiete in Europa
Nicht gefährdet
9 Jahren

Wussten Sie das schon?
Der Seidenreiher ist eine der wenigen Arten, die auf allen fünf Kontinenten vorkommt. Man findet ihn sowohl in Frankreich als auch in den Tropen. Dennoch wäre er beinahe aus Europa verschwunden, wo er wegen seiner Federn, den sogenannten „Aigrettes“, gejagt wurde. Diese schmückten die Hüte der vornehmen Damen. Auf Deutsch wird er übrigens „Seidenreicher“ genannt.
Die Ernährung
Der Seidenreiher ernährt sich von kleinen Fischen, Fröschen, Wasserinsekten und kleinen Krebstieren.
