Die Schwarzschwanz-Uferschnepfe

Ein zu schützender Schatz der Feuchtgebiete

Die Schwarzschwanz-Uferschnepfe ist eine der elegantesten Watvögel Europas. Mit ihrem langen, schlanken Schnabel, den kräftigen Beinen und ihrem anmutigen Flug zieht sie jedes Jahr Vogelbeobachter und Naturliebhaber an.

Leider gehört dieser symbolträchtige Vogel heute zu den potenziell gefährdeten Arten, da er unter dem fortschreitenden Verlust seiner Lebensräume leidet.

 

Der IUCN-Status

Schutzstatus der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN)

NA

Non évalué

DD

Données insuffisantes

LC

Préoccupation mineure

NT

Quasi menacé

VU

Vulnérable

EN

En danger

CR

En danger critique

EW

Éteint à l’état sauvage

EX

Éteint

Die Merkmale

Limosa limosa

Famille

Scolopacidae

Poids

Von 244 bis 500 g

Taille

44 cm

Habitat

Nord- und Westeuropa sowie Westafrika

Statut

Potentiell gefährdet

Longévité

16 Jahren

Wussten Sie das schon?

Die Schwarzschwanz-Uferschnepfe könnte fast als Diva der Feuchtgebiete durchgehen, so sehr hasst sie es, gestört zu werden. Kommt ein einfacher Spaziergänger ihr zu nahe, fliegt sie protestierend davon, als hätte man es gewagt, ihre Wellness-Stunde in den ruhigen Wiesen zu unterbrechen.

Ihre Küken hingegen sind echte kleine Feinschmecker. Sie lieben Insekten so sehr, dass ihr Überleben ganz von der Menge der in ihrer Umgebung verfügbaren Wirbellosen abhängt. Wenn die Nahrung knapp wird, leidet ihr Wachstum sofort darunter, wie bei Kindern, denen man die Süßigkeiten weggenommen hätte.

Und zu allem Überfluss versteht es diese Art, ihre Geheimnisse zu bewahren. Männchen und Weibchen sehen sich so ähnlich, dass es fast unmöglich ist, sie mit bloßem Auge zu unterscheiden – fast so, als hätte die Natur das perfekte „Unisex“-Kostüm erfunden.

Die Ernährung

Die Schwarzschwanz-Uferschnepfe ernährt sich hauptsächlich von Wirbellosen, die sie mit ihrem langen, geraden Schnabel aus dem Schlamm aufstöbert. Sie frisst Insekten, Larven, Weichtiere und Würmer, ergänzt ihre Ernährung jedoch je nach Jahreszeit und verfügbaren Nahrungsquellen gerne mit Samen und verschiedenen Pflanzen. Die Küken hingegen sind fast ausschließlich auf Wirbellose angewiesen, weshalb ihr Überleben eng mit der ökologischen Qualität der Feuchtwiesen verbunden ist.

Die Reproduktion

Die Schwarzschwanz-Uferschnepfe brütet in feuchten Wiesen, wo er sein Nest direkt auf dem Boden baut und es in der Vegetation versteckt. Das Weibchen legt dort in der Regel vier Eier ab, die es in einer Umgebung bebrütet, die ruhig und reich an Nahrungsquellen sein muss. Die Jungvögel benötigen unbedingt hohes Gras, um sich vor Raubtieren zu verstecken – ein entscheidender Faktor für ihr Überleben in den ersten Wochen. Die Brutgebiete variieren je nach Unterart; einige brüten in Island, andere von Großbritannien bis nach Westsibirien.